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Ich habe es mir zum Ziel gesetzt, so viele Rohstoffe wie möglich aus der Region zu beziehen. Anders als in vielen anderen Branchen versuche ich auf diese Weise die Transportwege so kurz wie möglich zu halten. Außerdem verwende ich das Holz von Bäumen, die den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen und somit für eine nachhaltige Waldwirtschaft unabdingbar sind.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema findest du im folgenden Artikel.

Was hat der Klimawandel damit zu tun?

Autor: Dr. rer. nat. Thomas Asbeck

Gerade bei der Debatte über den Klimawandel ist zu hinterfragen, ob die Waldwirtschaft wie sie in den letzten hundert Jahren praktiziert wurde noch zeitgemäß ist. Reinbestände die nur aus einer Baumart bestehen, wie z.B. viele Fichtenwälder, sind durch die anhaltende Trockenheit sehr gefährdet. Das Bewusstsein für die Geschwindigkeit der Veränderungen, die sich aus dem menschengemachten Klimawandel ergeben, wächst. Beispiele solcher Veränderungen können zukünftig häufiger auftretende kurzfristige Extremereignisse wie Trockensommer, Hitzegewitter und Stürme sein. Es können aber auch indirekte und langsamere Prozesse wie grundsätzliche Temperaturerhöhung und Verschiebungen von Niederschlägen sein. Diese Veränderungen können somit schleichende Verschlechterungen für die bisherigen Hauptbaumarten bringen.

Diese klimatischen und anderen Umweltveränderungen haben erhebliche Auswirkungen auf viele gesellschaftliche Bereiche, werden aber vor allem auch unsere heimischen Wälder verändern. Ausdrücklich ist hier die lange Dauer der Anpassungen der Wälder zu nennen, wodurch besondere Herausforderungen bei der Entwicklung klimaangepasster Bewirtschaftungsformen entstehen. Dies bezieht sich vor allem auf eine Risikominimierung durch Baumartenmischungen in den zukünftigen Wäldern (Forster und andere 2019; Avila und andere 2021; Hopf und andere 2021). Die Zusammensetzungen aller im Wald vorkommenden Baumarten wird und muss sich zukünftig stark verändern. So wird es auch unter den Baumarten Gewinner- und Verliererarten geben, also solche mit zunehmender klimatischer Eignung wie verschiedene Eichenarten (Trauben- und Stieleiche) unter sich verändernden Bedingungen, aber eben auch solche mit abnehmender Eignung wie vor allem die Fichte (Avila und Albrecht 2017).

Da verschiedene Klimaszenarien belegen, dass die heutigen Hauptbaumarten möglicherweise stark unter den sich ändernden Bedingungen leiden könnten, müssen angepasste Baumarten für zukünftige Klimabedingungen in die Wälder eingebracht werden. Dabei kommen vornehmlich solche Baumarten in Betracht, die heute in Regionen mit klimatischen Bedingungen gut wachsen, wie wir sie für das zukünftige Klima in Deutschland erwarten (Šeho und Janßen 2019). Gleichzeitig ist es sinnvoll, dass seltenere heimische Baumarten wie Kirsche, Elsbeere oder Spitzahorn ihre Häufigkeit in den bewirtschafteten Wäldern erhöhen. Diese Baumarten weisen beispielsweise eine hohe Trockentoleranz im Vergleich zu anderen heimischen Gehölzen auf. Dabei ist zu beachten, dass durch die starke menschliche Prägung der heutigen Waldgesellschaften, eine rein natürliche Anpassung zur Produktion von wertvollen Hölzern in unseren heimischen Wäldern zu langsam wäre. Daher ist es die Aufgabe der Waldbewirtschafter, bereits jetzt die Grundsteine für einen klimaangepassten Wald durch z.B. Pflanzung von angepassten Baumarten wie Eiche, Kirsche und sonstige trockentolerante Laubbaumarten zu fördern. Mit der nötigen Veränderung der Baumartenzusammensetzung in den Wäldern, wird sich auch das Rohmaterial, welches in Zukunft der holzverarbeitenden Industrie zur Verfügung steht ändern. Dies erfordert somit bereits jetzt ein Umdenken in der Produktion und Produktgestaltung.

 

Literatur

Avila AL de, Albrecht A. 2017. Alternative Baumarten im Klimawandel: Artensteckbriefe: eine Stoffsammlung. Freiburg: Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA)

Avila AL de, Albrecht A, Häring B, Rehinbay B, Brüchert F, Hirsch M. 2021. Artensteckbriefe 2.0: alternative Baumarten im Klimawandel: eine Stoffsammlung. Freiburg im Breisgau: Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg

Forster M, Falk W, Reger B. 2019. Praxishilfe Klima – Boden – Baumartenwahl. Freising: Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF)

Hopf C, Mößnang M, Nißl A, Wittmann M, München C, Keller M. 2021. Praxishilfe Klima – Boden – Baumartenwahl, Band II. Freising: Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF)

Šeho M, Janßen A. 2019. Alternativbaumarten im Klimawandel. Alternativbaumarten im Klimawandel:18–22.

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Dr. rer. nat. Thomas Asbeck

Promoviert in Waldnutzung und Naturschutz.
Momentan tätig in der Forstberatung.

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